Warum sind Katzen so häufig von Flöhen betroffen?
Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist der am weitesten verbreitete Floh in Mitteleuropa und befällt neben Katzen auch Hunde, andere Säugetiere und gelegentlich Menschen. Selbst Wohnungskatzen ohne Freigang können sich über mitgebrachte Flöhe an der Kleidung ihrer Besitzer oder durch Kontakt mit anderen Tieren infizieren.
Anzeichen eines Flohbefalls bei Katzen
Ein Flohbefall ist nicht immer sofort offensichtlich. Achten Sie auf folgende Zeichen:
- Übermäßiges Kratzen und Lecken: Besonders am Bauch, Rücken und am Halsansatz
- Flohkot im Fell: Kleine schwarze Körnchen, die auf einem feuchten Papiertuch rötlich verfärben
- Kahle Stellen oder Hautirritationen: Durch intensives Kratzen entstehen Scheuerstellen
- Unruhe und Nervosität: Die Katze wirkt rastlos oder gereizt
- Kleine springende Insekten im Fell oder auf dem Katzenbett
Der Flohkammtest: So überprüfen Sie Ihre Katze
Mit einem feinen Flohkamm können Sie das Fell Ihrer Katze systematisch absuchen. Kämmen Sie gegen die Wuchsrichtung und prüfen Sie den Kamm regelmäßig auf dunkle Punkte. Um Flohkot von normalem Schmutz zu unterscheiden: Legen Sie die Partikel auf ein feuchtes, weißes Tuch – Flohkot hinterlässt einen rötlich-braunen Fleck (aufgrund des verdauten Blutes).
Behandlungsmethoden für Katzen
Spot-on-Präparate
Dies sind die am häufigsten empfohlenen Mittel. Eine kleine Lösung wird im Nacken aufgetragen, wo die Katze sie nicht ablecken kann. Sie wirken in der Regel 4 Wochen lang. Wichtig: Für Katzen zugelassene Produkte verwenden – viele Hunde-Flohsmittel sind für Katzen giftig (z. B. Permethrin-haltige Produkte).
Flohhalsbänder
Moderne Halsbänder mit Wirkstoffen wie Flumethrin und Imidacloprid bieten einen Langzeitschutz von mehreren Monaten. Sie sind für Innen- und Freigängerkatzen geeignet.
Tabletten vom Tierarzt
Für schwere Befälle oder wenn topische Mittel nicht vertragen werden, kann der Tierarzt schnell wirkende Tabletten verschreiben, die Flöhe innerhalb weniger Stunden abtöten.
Flohshampoos und Sprays
Diese eignen sich zur sofortigen Soforthilfe, bieten aber keinen anhaltenden Schutz. Katzen vertragen Baden oft schlecht – setzen Sie diese Mittel nur nach Bedarf ein.
Die Wohnung mitbehandeln – unverzichtbar!
Ohne gleichzeitige Behandlung der Wohnumgebung ist jede Katzenbehandlung nur halb so wirksam. Waschen Sie das Katzenbett bei 60 °C, saugen Sie gründlich und behandeln Sie Böden und Polster mit einem geeigneten Flohspray mit IGR-Zusatz.
Vorbeugung: So schützen Sie Ihre Katze das ganze Jahr
- Regelmäßige Flohbehandlung – nicht nur im Sommer, da Flöhe ganzjährig in beheizten Räumen aktiv sind
- Monatliche Kontrolle mit dem Flohkamm
- Katzenbett regelmäßig waschen
- Kontakt zu unbehandelten Tieren einschränken